06.03.2026 | Frauen prägen die ADK GmbH – auch in Führungspositionen
Frauen stellen mit rund 80 Prozent nach Köpfen die große Mehrheit der Mitarbeitenden. In den Medizinischen Versorgungszentren liegt ihr Anteil sogar bei 89 Prozent. Auch bezogen auf Vollzeitstellen sind Frauen trotz mehr Teilzeitbeschäftigung mit 76 Prozent stark vertreten.
Besonders hoch ist der Frauenanteil in der Pflege mit 86 Prozent, in einzelnen Bereichen wie der Geriatrischen Rehaklinik liegt dieser gar bei 96 Prozent. In der Zentralverwaltung arbeiten 78 Prozent Frauen – ein Bereich, in dem diese Verteilung häufig weniger erwartet wird.
Ein Blick auf die Führungspositionen zeigt: 45 Prozent der Leitungsstellen in der ADK GmbH sind mit Frauen besetzt. Damit liegt das Unternehmen deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2024 lediglich 29,1 Prozent der Führungskräfte in Deutschland weiblich. Damit liegt Deutschland deutlich unter dem EU Durchschnitt.
Besonders hoch ist der Anteil weiblicher Führungskräfte in der Altenpflege mit 85 Prozent sowie in der Verwaltung mit 58 Prozent. Im oberen Management erfüllt die ADK GmbH mit einer Frau in der Geschäftsführung die Geschlechtervorgaben für Vorstände in DAX Unternehmen.
In der Ärzteschaft insgesamt beträgt der Frauenanteil 48 Prozent, in den MVZ 57 Prozent. Dies könnte daran liegen, dass es in den MVZ Praxen keine Wochenend- und Nachtdienste gibt. Gleichzeitig zeigt sich bei den Ärzten: Obwohl inzwischen mehr Frauen als Männer ein Medizinstudium abschließen, spiegelt sich diese Entwicklung noch nicht in allen Führungsfunktionen wider. Je höher die Hierarchieebene, desto geringer ist der Anteil von Ärztinnen. Während Frauen bei den Oberärzten mit 38 Prozent noch stark vertreten sind, gibt es derzeit keine Chefärztin im Alb-Donau Klinikum.
Ein wesentlicher Faktor für berufliche Entwicklung ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die ADK GmbH setzt hier auf unterschiedliche Modelle: individuelle Teilzeitregelungen, Gleitzeit und Möglichkeiten zur mobilen Arbeit in der Verwaltung, ein Springerpool mit individuellen und verlässlichen Dienstplänen bei Flexibilität des Einsatzortes, attraktive Regelungen im Ausfallmanagement und damit mehr Verlässlichkeit bei den freien Tagen sowie spezielle Tourenmodelle im Ambulanten Pflegedienst. Diese Strukturen ermöglichen es insbesondere Müttern, ihre Arbeitszeiten mit den häufig begrenzten Öffnungszeiten von Kindergärten und Schulen in Einklang zu bringen.
Gleichzeitig zeigen die Zahlen in den oberen Hierarchieebenen der Medizin, dass strukturelle Hürden weiterhin bestehen. Der sinkende Frauenanteil mit zunehmender Führungsverantwortung macht deutlich, dass neben betrieblichen Maßnahmen auch gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen entscheidend sind, um Karrierewege und Familienverantwortung besser miteinander vereinbaren zu können.
Die Zahlen machen sichtbar, was im Arbeitsalltag der ADK GmbH selbstverständlich ist: Frauen tragen die medizinische und pflegerische Versorgung im Alb-Donau-Kreis maßgeblich. Zugleich zeigen sie, in welchen Bereichen weitere Entwicklungsschritte notwendig sind, um Führungsverantwortung auf allen Ebenen ausgewogen zu gestalten.
Der Internationale Frauentag bietet Anlass, diese Entwicklungen transparent zu machen und die Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln.

