Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin sichert medizinische Versorgung
 

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, gründeten im Januar der Alb-Donau-Kreis, die ADK GmbH, die niedergelassenen Ärzte und die Bezirksärztekammer Südwürttemberg den Verbund Allgemeinmedizin im Alb-Donau-Kreis. Junge Ärztinnen und Ärzte erhalten hier eine strukturierte Ausbildung mit Klinik- und Praxisphasen. Eine zentrale Koordinierungsstelle übernimmt die Planung der Einsätze und fördert den Austausch durch Treffen, Seminare und Mentoring. Die Initiative soll die Attraktivität der Region steigern und die langfristige Patientenversorgung sichern.

 

Schülerstation stärkt Pflegeausbildung

Am 3. Februar startete an unserem Klinikstandort Ehingen ein spannendes Projekt. Erstmals seit dem Start der generalistischen Pflegeausbildung gab es wieder eine Schülerstation. Dabei übernahmen 13 Auszubildende des dritten Ausbildungsjahres auf der Akutgeriatrie des Alb-Donau Klinikums Ehingen für mehrere Wochen gemeinsam Verantwortung für den Stationsalltag.

Die Auszubildenden hatten eine eigene Stationsleitung, erstellten eigen­ständig Dienstpläne, organisierten den Stationsablauf, übernahmen die Patientenversorgung und die Dokumentation. Sie arbeiteten eng mit anderen Berufsgruppen wie beispielsweise Ärzten, Funktionskräften, Labor­mitarbeitern, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, Psychologen, der Ernährungsberaterin oder Sozialdienstmitarbeitenden zusammen. Erfahrene Fachkräfte und Praxisanleiter standen ihnen dabei beratend zur Seite und sorgten dafür, dass die Schüler gefordert, aber nicht überfordert wurden.

Die Nachwuchspflegekräfte erlebten in diesen 3 Wochen, wie wichtig Teamarbeit und das enge Zusammenspiel mit Ärzten, Therapeuten und weiteren Berufsgruppen für eine gute Patientenversorgung sind. Besonders wertvoll war für viele, die Patientinnen und Patienten über einen längeren Zeitraum begleiten und deren Behandlungserfolge miterleben zu können.

Das Feedback aller Beteiligten fiel durchweg positiv aus: Die Auszubildenden fühlten sich gestärkt und gut auf ihren Berufseinstieg vorbereitet, während Fachkräfte, Therapeuten und Ärzte ihr Engagement und ihre Entwicklung ausdrücklich lobten. In einer gemeinsamen Reflexion wurden zudem Verbesserungsvorschläge gesammelt, um das Konzept für die nächste Schülerstation weiterzuentwickeln.