Von der Einführung der robotergestützten Kniechirurgie bis zur Zertifizierung als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung:

Die Chirurgische Klinik am Alb-Donau Klinikum Ehingen hat in den vergangenen Jahren wichtige Entwicklungsschritte vollzogen und ihre Expertise im Bereich des künstlichen Gelenkersatzes kontinuierlich ausgebaut. Heute steht das Endoprothetikzentrum für hohe operative Erfahrung, moderne Technik und eine individuell abgestimmte Versorgung von Patienten mit Erkrankungen und Verletzungen der großen Gelenke.

Der künstliche Ersatz eines Hüft- oder Kniegelenks gehört zu den häufigsten und erfolgreichsten Operationen in der modernen Orthopädie. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die medizinische Versorgung: Patientinnen und Patienten wünschen sich nicht nur Schmerzfreiheit und eine schnelle Rückkehr in den Alltag, sondern auch eine Behandlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und mit möglichst hoher Sicherheit. Dafür braucht es erfahrene Operateure, standardisierte Abläufe und moderne technische Möglichkeiten.

 

Erfahrung als Grundlage
für Qualität


Die Chirurgische Klinik am Alb-Donau Klinikum Ehingen verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Endoprothetik und führt jährlich eine hohe Zahl an Hüft- und Kniegelenkersatzoperationen durch. Die vorgegebenen Mindestzahlen für ein Endoprothetik­zentrum der Maximalversorgung werden dabei deutlich überschritten. Diese Erfahrung ist ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung, denn mit zunehmender Zahl an Eingriffen wachsen auch die Routine und die Sicherheit bei der Durchführung komplexer Operationen.

Neben der Erstimplantation von Gelenkprothesen gehört auch die Wechselendoprothetik zum Leistungsspektrum des Zentrums. Wenn eine bereits eingesetzte Prothese gelockert ist oder ersetzt werden muss, sind besondere Erfahrung und spezialisierte Verfahren erforderlich. In solchen Fällen kommen beispielsweise spezielle Prothesensysteme zum Einsatz, die auch bei größeren Knochendefekten eine stabile Versorgung ermöglichen. Die Behandlung komplexer Fälle ist ein wichtiger Bestandteil eines Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung.

Robotergestützte Präzision
​​​​​​​in der Kniechirurgie

 

Ein bedeutender Meilenstein in der Entwicklung der Endoprothetik in Ehingen war die Einführung des Mako Robotersystems Ende 2019. Das Alb-Donau Klinikum war damals die erste Klinik in Baden-Württemberg, die diese Technologie der Firma Stryker für Kniegelenkersatzoperationen einsetzte.

Inzwischen wurden bereits mehr als 2.000 Kniegelenke mit Unterstützung des Mako-Systems implantiert. Die Technologie unterstützt die Operateure dabei, die zuvor digital geplante Operation mit höchster Präzision umzusetzen. Der Roboter selbst führt die Operation nicht durch – die Entscheidung und Durchführung liegen weiterhin vollständig in der Hand des erfahrenen Operateurs. Das System ermöglicht jedoch eine besonders genaue Vorbereitung und Ausrichtung der Implantate entsprechend der individuellen Anatomie des Patienten.

Die große Erfahrung mit der robotergestützten Kniechirurgie ist heute ein wichtiger Bestandteil des Behandlungskonzepts. Viele Patienten kommen gezielt nach Ehingen, weil sie von der modernen Technik und der Erfahrung des Teams profitieren möchten. Auch Rückmeldungen aus der Nachsorge zeigen die hohe Zufriedenheit mit dem Verfahren.



Neben der medizinischen Qualität spielt die moderne Ausstattung auch für die Weiterentwicklung des ärztlichen Nachwuchses eine wichtige Rolle. Innovative Verfahren und moderne Medizintechnik machen den Standort für junge Ärztinnen und Ärzte attraktiv und unterstützen die Ausbildung zukünftiger Spezialisten.

Schonende Verfahren bei Hüftoperationen


Auch in der Hüftendoprothetik setzt das Endoprothetikzentrum auf moderne und möglichst schonende Verfahren. Bei vielen Eingriffen kommt der sogenannte direkte vordere Zugang (DAA – direct anterior approach) zum Einsatz. Dabei wird die Hüftprothese über einen vorderen Zugang eingebracht, ohne wichtige Muskel- und Sehnenstrukturen zu durchtrennen. Dies kann eine schnellere Mobilisation nach der Operation unterstützen und ermöglicht vielen Patienten, bereits am Operationstag erste Schritte zu machen.

Jede Hüftoperation wird individuell vorbereitet. Mithilfe digitaler Planungsverfahren analysieren die Operateure die anatomischen Voraussetzungen und wählen die passende Prothese sowie deren optimale Positionierung aus. Dabei werden neben medizinischen Faktoren auch die individuelle Lebenssituation und die Aktivität der Patientinnen und Patienten berücksichtigt.

 

Besondere Expertise
in der Hüftchirurgie

Diese Auszeichnung steht für eine außergewöhnlich breite und tiefgehende Erfahrung in der Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen des Hüftgelenks. Voraussetzung sind unter anderem der Nachweis einer großen Zahl selbstständig durchgeführter Operationen sowie umfangreiche Erfahrung in verschiedenen Bereichen der Hüftchirurgie. Dr. Elbel erfüllt die Anforderungen in den Bereichen Endoprothetik, Traumatologie und septische Chirurgie der Hüfte. Bundesweit verfügen nur wenige Ärzte über diese besondere Qualifikation.
Das Zertifikat bestätigt damit nicht nur die persönliche Expertise von Dr. Elbel, sondern unterstreicht auch die hohe fachliche Kompetenz des gesamten Endoprothetikzentrums.


 



Die hohe Spezialisierung des Teams zeigt sich auch in den persönlichen Qualifikationen der Operateure. Dr. med. Martin Elbel, Sektionsleiter Orthopädie und Endoprothetik sowie Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung, erhielt 2025 das Zertifikat „Hüftchirurgie“ der Deutschen Gesellschaft für Hüftchirurgie (DGH).

Zertifizierte Qualität auf höchster Versorgungsstufe

 

Im Juni 2025 wurde die Chirurgische Klinik als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Damit wurde die hohe Qualität der Versorgung auch durch eine unabhängige Prüfung bestätigt. Die Zertifizierung berücksichtigt zahlreiche Kriterien – von den Qualifikationen der Operateure über die Anzahl und Qualität der Eingriffe bis hin zu strukturierten Abläufen und interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Für die Patienten bedeutet die Zertifizierung Sicherheit: Sie werden in einem Zentrum behandelt, das hohe Anforderungen an Erfahrung, Qualität und Versorgung erfüllt. Die Kombination aus moderner Technik, spezialisierten Operateuren, bewährten Behandlungskonzepten und persönlicher Betreuung ermöglicht eine Versorgung auf höchstem Niveau.

Mit der Zertifizierung als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung hat das Alb-Donau Klinikum Ehingen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Gleichzeitig ist sie Ansporn, die Entwicklung weiter voranzutreiben Patienten auch künftig eine moderne, sichere und leistungsfähige Versorgung in der Region anzubieten.

Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung

Die Chirurgische Klinik hat erstmalig im Juni 2025 das Zertifikat "Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung" für Knie und Hüfte durch die unabhängige Zertifizierungsstelle ClarCert erhalten.
 

Das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung am
Alb-Donau Klinikum Ehingen steht für:

 

  • hohe operative Erfahrung mit jährlich deutlich über den geforderten Mindestzahlen liegenden Eingriffszahlen
  • Versorgung von Kniegelenkerkrankungen mit gelenkerhaltenden Eingriffen wie Knorpeltransplantation und Umstellungsosteotomien (Achskorrektur)
  • minimalinvasive Hüftoperationen mit gewebeschonenden Verfahren
  • moderne, individuell geplante Hüft- und Knieendoprothetik
  • komplexe Wechseloperationen – septisch und aseptisch
  • mehr als 2.000 robotergestützte Knieoperationen mit dem Mako-System seit 2019
  • Einführung des Mako-Systems als erste Klinik in Baden-Württemberg
  • sehr große Erfahrung. Nur fünf Operateure führen die Robotikeingriffe durch: Prof. Dr. med. Michael Kramer (Chefarzt), Dr. med. Jochen Weißenburger (Leitender Oberarzt), Dr. med. Martin Elbel (Sektionsleiter Orthopädie und Endoprothetik sowie Leiter des Endoprothetikzentrums) Dr. med. Edelbert Rosenfelder (stellv. Sektionsleiter Orthopädie und Endoprothetik) und Dr. med. Tim Graf (Oberarzt)
  • besondere Expertise in der Hüftchirurgie durch das DGH-Zertifikat von Dr. med. Martin Elbel
  • strukturierte Abläufe und hohe Qualitätsstandards in der gesamten Behandlungskette


Patientinnen und Patienten profitieren von maximaler Erfahrung, innovativen Technologien und einer individuell abgestimmten Behandlung auf höchstem medizinischem Niveau.