16.06.2026 | Spatenstich für neues Personalwohnheim und Parkhaus am Gesundheitszentrum
Beide Projekte sollen bis August 2027 fertiggestellt werden und stärken den Standort langfristig. Zugleich markiert das Parkhaus den ersten sichtbaren Schritt auf dem Weg zum geplanten Klinikneubau.
„Die Krankenhauslandschaft verändert sich derzeit grundlegend. Standorte mit hoher Qualität, Spezialisierung und leistungsfähigen Strukturen werden künftig eine zentrale Rolle spielen. Mit dem geplanten Klinikneubau in Ehingen verfügt das Alb-Donau Klinikum über hervorragende Voraussetzungen. Nach Jahren der sorgfältigen Planung geht es nun in die konkrete Umsetzung. Das ist ein Meilenstein in der Geschichte des Alb-Donau-Kreises. Als größtes Investitionsprojekt des Kreises in über 50 Jahren ist es ein zentraler Grundbaustein für die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung der Menschen in unserem Landkreis“, sagt Landrat Heiner Scheffold.
Bereits am 19. Mai 2025 hat der Kreistag des Alb-Donau-Kreis den Grundsatzbeschluss zum Bau des Neubaus gefasst. In den zurückliegenden 12 Monaten haben sich zwei grundlegende Änderungen der ursprünglichen Planung ergeben: Auf den ursprünglich geplanten Bau eines separaten Versorgungszentrums wird verzichtet. Im Zuge der Umplanung konnten Technik, Speisenversorgung und Lagerflächen vollständig im Untergeschoss der Klinik integriert werden. Dadurch verkürzen sich Wege und Abläufe werden effizienter. Da gleichzeitig durch die Nutzung und Erweiterung bestehender Gebäude neue Lösungen für die Energieversorgung und die Zentralverwaltung entwickelt wurden, kann auf den Bau des Versorgungszentrums komplett verzichtet werden.
Auch die ursprünglich geplante Tiefgarage unter dem Klinikgebäude wird nicht realisiert. Stattdessen wird die Kapazität des neuen Parkhauses für Patienten, Besucher und Mitarbeitende erhöht. Dadurch gewinnen die Planer innerhalb des Klinikgebäudes deutlich mehr Flexibilität. Medizinische und funktionale Bereiche können optimal angeordnet werden, ohne durch die statischen Anforderungen einer darunterliegenden Tiefgarage eingeschränkt zu sein.
„Der Kreistag hat uns den Auftrag gegeben, die Planungen daraufhin zu prüfen, ob Kosten gesenkt und Optimierungspotenziale konsequent genutzt werden können. Diesen Auftrag haben wir gemeinsam mit einem neu aufgestellten Team aus Architekten, unserem Neubauteam und den zukünftigen Nutzern umgesetzt“, betont Geschäftsführer Markus Mord. „Die jetzt gewählte Lösung ist wirtschaftlicher, funktionaler und schafft zugleich bessere Voraussetzungen für den späteren Klinikbetrieb. Davon profitieren letztlich sowohl unsere Mitarbeitenden als auch die Menschen, die wir versorgen.“
Da der Klinikneubau auf dem heutigen Areal von Parkhaus, Hochhaus und Küche entstehen wird, muss das Baufeld zunächst freigemacht werden. Der Bau des neuen Parkhauses ist daher der notwendige erste Schritt auf dem Weg zu einer neuen Zukunft des Klinikums in Ehingen.
Neben ihrer Bedeutung für den Klinikneubau verbessern beide Projekte auch die Rahmenbedingungen für Beschäftigte und stärken die ADK GmbH im Wettbewerb um Fachkräfte. „Sie zu gewinnen und langfristig an unser Unternehmen zu binden, gehört zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Branche. Gerade mit Blick auf die Klinikreform haben wir enge Vorgaben für spezialisierte Fachkräfte. Ein Parkhaus und ein Personalwohnheim mögen auf den ersten Blick nicht spektakulär erscheinen. Mit Blick auf Mitarbeitende sind aber die Themen Wohnen und Parken in Kliniknähe durchaus relevante Faktoren, die mit darüber entscheiden, ob jemand zu uns kommt oder bleibt“ betont Mord.
Das neue Parkhaus wird nahe des Gartens des Seniorenzentrums entstehen und 425 Stellplätze haben. 115 Stellplätze werden bereits mit der notwendigen Infrastruktur für Elektromobilität ausgestattet. Das Parkhaus wird als Split Level Bauwerk mit insgesamt 14 zum Teil unterirdischen Ebenen entstehen. Split-Level-Parkhäuser zeichnen sich dadurch aus, dass die Parkebenen jeweils um eine halbe Geschosshöhe versetzt sind und durch kurze Rampen verbunden werden. So kann bei gleicher Gebäudehöhe eine weit höhere Zahl an Parkplätzen realisiert werden.
Durch den Einsatz von Systembauelementen aus Stahl und Beton kann eine vergleichsweise kurze Bauzeit realisiert werden. Die Planung erfolgt durch die STEINHOFF / HAEHNEL ARCHITEKTEN GmbH in Stuttgart, als Generalunternehmer wurde die Goldbeck GmbH Süd beauftragt.
Die Investitionssumme für das Parkhaus beträgt 8,2 Millionen Euro. Die baurechtlich erforderlichen Stellplätze werden anteilig durch das Sozialministerium gefördert.
Parallel entsteht das neue Personalwohnheim in nachhaltiger Holzständerbauweise. Es bietet künftig 99 Wohnungen, darunter 13 barrierefreie Appartements. Die Appartements sind rund 18 Quadratmeter groß. Zudem können die künftigen Bewohner einen großen Gemeinschaftsraum mit Terrasse nutzen. Auf einer Gesamtfläche von rund 3.500 Quadratmetern entstehen damit attraktive Wohnmöglichkeiten insbesondere für Auszubildende, junge Fachkräfte sowie neue Mitarbeitende aus dem In- und Ausland. Die architektonische Planung übernimmt das Architektenbüro cpm (connect projekt management) in Öllingen. Den Zuschlag für die Realisierung des Gebäudes erhielt die Firma Gapp als regionaler Holzmodulbauer im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens.
Die Investitionssumme für das Personalwohnheim beträgt 9,25 Millionen Euro. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms des Landes Baden-Württemberg „Junges Wohnen“ mit 2,67 Millionen Euro unterstützt.
Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen im August. Die Inbetriebnahme beider Gebäude ist für August 2027 vorgesehen.
„Das neue Parkhaus ist die Voraussetzung für die anschließende Errichtung des Zentralgebäudes auf der bisherigen Fläche des Parkhauses und sichert die Erreichbarkeit für Patienten, Besucher und Mitarbeitende. Das Personalwohnheim schafft dringend benötigten Wohnraum für Beschäftigte. Beide Projekte stärken den Standort nachhaltig und schaffen wichtige Voraussetzungen für die Gesundheitsversorgung der Menschen in unserem Landkreis“, betont Scheffold.



