30.10.2026 | Neue Oberärztin stärkt die Geburtshilfe am Alb-Donau Klinikum Ehingen

Dr. med. Kathrin Lerch

Zum Jahreswechsel übernimmt Dr. med. Kathrin Lerch als Oberärztin die Verantwortung für den Kreißsaal und die Geburtshilfe am Alb-Donau Klinikum Ehingen. Bereits seit dem 1. Oktober ist sie in der Frauenklinik tätig, um sich mit den Abläufen und der Zusammenarbeit im Team vertraut zu machen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Geburtshilfe und ihrer klaren fachlichen Schwerpunktsetzung ergänzt sie das ärztliche Team der Frauenklinik.

„Mit der neuen Oberärztin stellen wir die Geburtshilfe auch auf ärztlicher Leitungsebene breiter auf. Neben der doppelten Besetzung in der operativen Kompetenz ist es uns wichtig, auch die geburtshilfliche Expertise im Oberarztteam doppelt abzubilden. Frau Lerch bringt dafür umfangreiche Erfahrung aus einem großen Kreißsaal mit. Damit schaffen wir gute Voraussetzungen, um auch in Ehingen eine risikoarme Geburtshilfe auf hohem fachlichem Niveau zu gewährleisten“, sagt Prof. Dr. med. Florian Ebner, Chefarzt der Frauenklinik Ehingen.

Schon während ihrer Assistenzarztzeit stand für Dr. Lerch fest, dass die Geburtshilfe ihr berufliches Steckenpferd ist. An diesem Fachgebiet schätzt sie die große Bandbreite der Aufgaben: den Umgang mit werdenden Eltern und ihren individuellen Bedürfnissen ebenso wie die enge Zusammenarbeit im Team und die Versorgung in Notfallsituationen. „Bei einer Geburt muss vieles zusammenpassen. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten gut aufeinander eingespielt sind und sich aufeinander verlassen können“, sagt sie. Auch wenn in Ehingen keine Risiko­schwangerschaften betreut werden, erfordert jede Geburt Aufmerksam­keit und die Fähigkeit, bei unerwarteten Situationen schnell und abgestimmt zu handeln.

Ihre fachliche Erfahrung sammelte Dr. Lerch unter anderem an der Universitätsklinik Augsburg und in der Frauenklinik Taxisstraße München, einem der größten Kreißsäle Deutschlands mit angeschlossenem Perinatalzentrum. Dort betreute sie auch Risikoschwangerschaften, Frühgeburten und Mehrlingsgeburten. Diese Erfahrungen prägen ihren Blick auf die Geburtshilfe. Zugleich ist ihr wichtig, dass Frauen in Ehingen eine persönliche und verlässliche Betreuung erhalten. „Ich möchte, dass sich die Frauen bei uns wohl, sicher und gut aufgehoben fühlen. Sie sollen sich entspannen und Vertrauen fassen können. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sie die Geburt möglichst positiv erleben.“

Auch ihre eigenen Erfahrungen als Mutter helfen ihr, die Situation werdender Eltern nachzuvollziehen. Ihre beiden Schwangerschaften waren Risikoschwangerschaften. Dadurch kennt sie auch die Unsicherheit, die mit einer Schwangerschaft und der Sorge um das ungeborene Kind verbunden sein kann.

Derzeit macht sich Dr. Lerch mit den Abläufen und der Zusammenarbeit am Standort Ehingen vertraut. Als Funktionsoberärztin bringt sie ihre operative Erfahrung bereits ein und lernt zugleich die Besonderheiten des Hauses kennen. Gerade an einem kleineren Klinikstandort ist es wichtig, die örtlichen Abläufe und die Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen gut zu kennen, um im Dienst auch bei unerwarteten Situationen schnell und abgestimmt handeln zu können. Aktuell ist Dr. Lerch deshalb noch häufig im OP eingesetzt. Ab Januar wird sie sich vollständig der Geburtshilfe widmen.

Die fachliche Weiterentwicklung und die Ausbildung haben für Dr. Lerch einen hohen Stellenwert. Die Frauenklinik verfügt über eine gewachsene Personal- und Ausbildungsstruktur mit einem etablierten Ausbildungs­konzept, das über die stationäre Behandlung hinausreicht und mit NextGenGyn auch die Verbindung zwischen Praxis und Klinikverbund einbezieht. Dr. Lerch möchte ihre Erfahrung und ihr Wissen in diese Strukturen einbringen und die Kolleginnen und Kollegen dabei unterstützen, ihre fachliche Arbeit auch auf Kongressen und Fachtagungen sichtbar zu machen.

Auch die Zusammenarbeit mit den Hebammen hat für die neue Oberärztin einen hohen Stellenwert. Eine offene Kommunikation und klare Absprachen seien im Alltag ebenso wichtig wie in Notfallsituationen. Mit ihrer neuen Funktion wird Dr. Lerch für die Hebammen und das ärztliche Team eine feste Ansprechpartnerin für die Geburtshilfe sein. Zugleich profitieren werdende Eltern von einer verbesserten ärztlichen Präsenz und einer klaren Zuständigkeit.

Was sie an ihrem Beruf besonders berührt, hat Dr. Lerch trotz ihrer Erfahrung nicht verloren: „Ich habe schon sehr viele Geburten erlebt und muss trotzdem manchmal noch eine Träne verdrücken, wenn ein Kind geboren wird. Es ist einfach immer wieder ein Wunder.“