03.02.2026 | Krebsvorsorge für Männer: Warum frühes Handeln entscheidend ist
Dabei ist Prostatakrebs mit rund 65.000
Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Trotzdem nimmt nur etwa jeder vierte Mann ab 45 Jahren regelmäßig Angebote zur Krebsfrüherkennung wahr.
„Viele urologische Krebserkrankungen verursachen lange Zeit keine Beschwerden. Genau deshalb ist Vorsorge so wichtig“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Irina Solyanik, Fachärztin für Urologie, Andrologie und medikamentöse Tumortherapie im MVZ Alb-Donau in Munderkingen. „Je früher Veränderungen erkannt werden, desto größer sind die Chancen auf eine schonende und erfolgreiche Behandlung.“
Zur urologischen Krebsfrüherkennung ab 45 Jahren gehört heute insbesondere die Bestimmung des PSA-Wertes im Blut. Seit Mai 2025 empfiehlt die urologische S3-Leitlinie diese Untersuchung als zentrales Instrument der Prostatakrebsvorsorge. Sie ermöglicht eine frühzeitige und differenzierte Einschätzung des individuellen Risikos und bildet die Grundlage für eine gezielte weitere Abklärung.
Von einer regelmäßigen urologischen Vorsorge profitieren jedoch nicht nur Männer. Auch bei Frauen nimmt das Risiko für Krebserkrankungen der Blase und der Nieren mit zunehmendem Alter zu, weshalb urologische Untersuchungen auch hier eine wichtige Rolle spielen.
Neben der urologischen Vorsorge spielt auch der Hausarzt eine wichtige Rolle. Regelmäßige Check-ups sowie die Darmkrebsfrüherkennung ab 50 Jahren tragen ebenfalls dazu bei, Krebserkrankungen frühzeitig zu erkennen.
Der Weltkrebstag soll die Bevölkerung dazu ermutigen, Vorsorge nicht aufzuschieben, sondern als selbstverständlichen Bestandteil der eigenen Gesundheitsfürsorge wahrzunehmen.
