18.08.2026 | Ehemalige Studienkollegen treffen sich im OP wieder
Medizin verbindet – manchmal sogar über Kontinente hinweg. Als Dr. Eric Nganga Mwangi, Wirbelsäulenspezialist aus Nairobi (Kenia), während einer Deutschlandreise Einblicke in die operative Wirbelsäulenchirurgie gewinnen wollte, führte ihn sein Weg an das Alb-Donau Klinikum Ehingen. Dort hospitierte er bei Dr. Peter Stauch, Sektionsleiter Wirbelsäulenchirurgie, und begleitete ihn einen Tag lang im Operationssaal.
Die Verbindung nach Ehingen entstand über einen gemeinsamen Studienkollegen: Dr. Nganga und Haron Macharia studierten gemeinsam Medizin in Kenia. Während Macharia anschließend nach Deutschland kam, seine Facharztausbildung am Alb-Donau Klinikum Ehingen absolvierte und heute als Hausarzt in Münsingen tätig ist, blieb Dr. Nganga in seiner Heimat. Dort arbeitet er inzwischen als Wirbelsäulenspezialist und Partner am Nairobi Spine & Orthopaedic Centre.
„Es freut mich sehr, dass sich der Kreis nach all den Jahren schließt. Eric und ich haben in Kenia gemeinsam Medizin studiert und heute tauschen sich zwei Kollegen aus unterschiedlichen Gesundheitssystemen über moderne Wirbelsäulenchirurgie aus. Das zeigt, wie wertvoll internationale Netzwerke und der fachliche Austausch sind“, sagt Haron Macharia.
Bei seinem Besuch in Ehingen konnte Dr. Nganga unter anderem eine XALIF-Operation verfolgen. Das minimalinvasive Verfahren zur Stabilisierung der Wirbelsäule wurde 2019 von Dr. Stauch als erstem Arzt in Deutschland durchgeführt. Bei einem weiteren Wirbelsäuleneingriff erhielt Dr. Nganga ebenfalls Einblicke in die operative Arbeit. Dabei interessierte ihn besonders, welche operativen Techniken und technischen Möglichkeiten in Deutschland zum Einsatz kommen.
Besonders beeindruckt zeigte sich der kenianische Wirbelsäulenspezialist von der modernen technischen Ausstattung des Operationssaals und den Möglichkeiten, die den Operateuren während des Eingriffs zur Verfügung stehen.
„Der internationale fachliche Austausch ist für beide Seiten bereichernd. Auch wenn die Rahmenbedingungen unterschiedlich sind, verfolgen wir dasselbe Ziel: die bestmögliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Es freut mich, wenn wir unsere Erfahrungen teilen und voneinander lernen können“, sagt Dr. Peter Stauch.
Auch Dr. Nganga zog ein positives Fazit seines Besuchs: „Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, die Wirbelsäulenchirurgie in Ehingen aus nächster Nähe kennenzulernen. Besonders beeindruckt haben mich die moderne technische Ausstattung, die präzisen Arbeitsabläufe und die große Erfahrung des Teams. Ich habe viele wertvolle Anregungen erhalten, die ich in meiner Arbeit in Kenia nutzen kann.“
Der Besuch zeigt, wie wichtig der internationale Austausch in der Medizin ist. Obwohl die Bedingungen in den Gesundheitssystemen unterschiedlich sind, profitieren alle Beteiligten davon, Erfahrungen zu teilen, neue Perspektiven kennenzulernen und voneinander zu lernen – zum Wohl der Patienten.
