24.02.2026 | Alterstraumazentrum am Alb-Donau Klinikum Ehingen erfolgreich auditiert

Teilnehmer der Abschlussbesprechung vor einem roten Bild

Erstmals wurde das Alterstraumatologische Zentrum (ATZ) am Alb-Donau Klinikum Ehingen zertifiziert. Das Siegel der Zertifizierungs­gesellschaft GeriZert steht für eine strukturierte, interdisziplinäre Versorgung von Patienten ab 70 Jahren, die nach einem Knochenbruch im Krankenhaus behandelt werden. Es ist ein Zentrum, das von der Chirurgischen Klinik von Chefarzt Dr. med. Michael Kramer und der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie von Chefarzt Dr. med. Michael Jamour gemeinsam getragen wird.

Im Audit am 21. Januar hob Auditor Martin Steinbreier positiv hervor, dass das Zentrum in sehr kurzer Zeit aufgebaut wurde. Alle Beteiligten hätten sich „sehr ins Zeug gelegt“ und bereits tragfähige Strukturen geschaffen. In dieser frühen Phase gehe es um konsequente Aufbauarbeit, die Definition von Qualitätszielen und die Etablierung verlässlicher Abläufe. Die Herausforderung, ein multiprofessionelles Team im Sinne einer optimierten Patientenversorgung zu koordinieren, werde in Ehingen beeindruckend gelöst. Positiv bewertete der Auditor zudem die realistische Zeitschiene für den weiteren Ausbau.

Bereits in der von Chefarzt Dr. med. Gernod Meister geleiteten Zentralen Notaufnahme der Klinik werden Patienten, die für das Alters­trauma-tologische Zentrum in Frage kommen, entsprechend markiert.  In der chirurgischen Akutversorgung stehen Diagnostik und operative Behandlung im Vordergrund. Früh werde die Weichenstellung vorgenommen, ob Patienten im weiteren Verlauf in die geriatrische Komplexversorgung wechseln. Besonders eindrucksvoll sei die Kommunikation beim Übergang von der chirurgischen Station 1C auf die akutgeriatrische Station 3F. Maßgeblich trage dazu auch die besondere Expertise von Dr. med. Elke Haseroth, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie bei, die als Fachärztin für Chirurgie mit der Zusatzbezeichnung Geriatrie die Expertise beider Fachbereiche in einer Person vereint.

Der Qualitätsmanagement-Gedanke sei im Zentrum tief verwurzelt, so der Auditor. Die multiprofessionelle Zusammenarbeit sei auch anhand der eingesehenen Patientenakten sehr gut nachvollziehbar gewesen. Als besondere Stärke bezeichnete Steinbreier die breite Versorgungsstruktur innerhalb der ADK GmbH: Mit der Kurzzeitpflege im Seniorenzentrum und der Geriatrischen Rehaklinik stehen zwei Einrichtungen für die nahtlose Weiterversorgung zur Verfügung – sofern Patienten dies wünschen. Dieses Angebot sei der Unternehmensstruktur geschuldet und in dieser Form außergewöhnlich. Der Auditor stellte keine Abweichungen fest, er empfahl daher dem Zertifizierungsausschuss von GeriZert die erstmalige Erteilung des Zertifikats. Rund drei Wochen später ist dieses inzwischen im Haus. Es hat eine Gültigkeit von drei Jahren.

Geschäftsführer Michael Dahlmann betonte, das ATZ sei ein gelungenes Beispiel für die enge Zusammenarbeit von Chirurgie und Akutgeriatrie. Der Erfolg beruhe auf dem gemeinsamen Einsatz aller Berufsgruppen – von den Ärzten über die Pflege bis hin zu den Therapeuten.